Sanftmut - Anaw

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Sanftmut bei Uneinigkeit
Konflikte lassen sich zwischen Menschen oft schwer vermeiden. Sie ergeben sich durch Unterschiede  bezogen auf  Gesichtspunkte wie Wertvorstellungen, Bildungsgrad, Ziele, Verständigungsbereitschaft, Macht, Fähigkeiten und  Fertigkeiten.
Fehlende Harmonie belastet zumindest alle diejenigen, die nicht über eine rücksichtslose und selbstgefällige Seelenverfassung verfügen. Wer sich Selbstfindung zum Ziel setzt, wird bestrebt sein, freundschaftliche Beziehungen mit den Menschen zu pflegen, mit denen er Umgang hat. Wenn aber Uneinigkeit auftritt, kann man die Ursache dafür selten nur auf einer Seite sehen. Vielleicht war man zu arglos und optimistisch im Hinblick auf die eigene Frustrationstoleranz und hat voreilig zu engen Kontakt mit anderen zugelassen. Der Kreis von Freunden lässt sich nicht zu groß ziehen. Zeiteinsatz und Zuwendungsenergie stoßen auf Grenzen. Auch bedarf es eines gewissen seelischen Gleichklangs. Oft erweist sich eine – zumindest zeitweilige – Trennung als sinnvoll. Es gilt: „Räumliche Ferne bringt innere Nähe“.
Entschließt man sich aber, gemeinsam Wege des Miteinander zu suchen, geht es nicht ohne guten Willen, ein gewisses Zurückstellen von Rechthaberei (Demut) und Bemühungen auf beiden Seiten. Als idealer Weg zur Vertrauensbildung und zur Überwindung von Abneigung gilt die Kooperation für ein gemeinsames Ziel. Als wichtige Voraussetzung zum Gelingen erweist sich immer wieder, dass beide Seiten in etwa gleich stark sind. Dies kommt aber eher selten vor. So wird das, was für den Stärkeren Nachgiebigkeit im Interesse der Zusammenarbeit bedeutet, von der  schwächeren Seite leicht als Abhängigkeit empfunden.
Freundlichkeit
„Endlich aber seid allesamt gleichgesinnt, mitleidig, brüderlich, barmherzig, freundlich.“ (1. Petrus 3, 8 Luther-Text)
„Freundliche Worte sind Honig, Süßes für die Seele.“ (Spr. 16, 24 Elb)
Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte und Treue.“ (Gal. 5, 22 Elb)
Freundlichkeit hilft, Streit zu vermeiden aber dient auch zur Suche nach Lösungen eines bestehenden Konflikts. Nur durch sie gelingt es, eine durch Groll und Feindschaft vergiftete Beziehung zwischen gegnerischen Parteien hin zu Freundschaft und Harmonie zu lenken.
Es besteht ein großer Unterschied, ob man sich, um Frieden zu halten ein freundliches Wort abringt oder von Herzen einem anderen gegenüber eine freundschaftliche Gesinnung pflegt.
Splitter im Auge
„Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge?
Oder wie darfst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen, und siehe, ein Balken ist in deinem Auge?“ (Matt. 7, 3 ff. Luther)
Der Weg zur Selbstfindung erweist sich in erster Linie als ein Weg der demütigen Hingabe an Jesus im Bewusstsein der eigenen Unzulänglichkeit.



pdhaas@web.de   
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü